Formel 1: Großer Preis von Brasilien

„Wir sind hier, um zu attackieren“

Die Formel 1-Saison entscheidet sich wieder einmal im letzten Rennen. Sebastian Vettel ist aufgrund seines Vorsprungs klarer Favorit. Um diesen zu bewahren, heißt es angreifen.

 

Seb wirkt sehr konzentriert in diesen Tagen. Er lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Auch die Samurai-Zitate Alonsos („Wir können nicht umkehren. Wir kämpfen lieber, als dass wir die Ehre verlieren, weil wir es nicht getan haben.“) beeindrucken ihn nicht. Und es wird für Alonso nicht reichen zu kämpfen, er muss aufs Podium, sonst ist für ihn alles aus und Vettel kann sogar den Wagen abstellen. Doch selbst wenn der zweifache Weltmeister gewinnt, reicht Seb der vierte Platz, um zum dritten Mal hintereinander den Titel zu holen und damit die Marke von Michael Schumacher und Juan Manuel Fangio einzustellen. Gewinnt Alonso nicht, reicht Seb sogar schon Rang sieben.

Interlagos seit jeher spannend

Es ist jedoch nie gut, sich zu sehr in Sicherheit zu wiegen. Gerade Interlagos sah schon so manch kurioses Rennen. Unvergessen ist die Entscheidung der Weltmeisterschaft 2007, die ebenfalls erst im letzten Saisonrennen fiel. Vor dem Finale hatten damals sogar noch drei Fahrer Chancen auf den Titel.  Hamilton hatte einen großen Vorsprung. Am Ende siegte Kimi Räikkönen und Hamilton wurder nur Siebter, so dass der Finne mit einem Punkt Vorsprung Weltmeister wurde. Hamilton hatte Nerven gezeigt und sich katastrophale Aussetzer geleistet. Nach Fahrfehler in der ersten Runde fiel Hamilton bereits auf Platz neun zurück. In Runde zwölf drückte er dann irrtümlich den Knopf für die Startsequenz an seinem Lenkrad und musste das System neu starten. Resultierend daraus fiel Hamilton auf den letzten Platz zurück. Die Weltmeisterschaft war dahin.

Große Unwägbarkeiten

Ähnliches wird Seb nicht passieren, dafür ist er als zweifacher Weltmeister zu erfahren. Er hat bereits bewiesen, dass er im Grenzbereich einen kühlen Kopf bewahrt. Dennoch gibt es Unwägbarkeiten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird das Wetter die Entscheidung beeinflussen. Besonders das Qualifying soll durch Regen geprägt werden. Jeder, der die Formel 1 kennt, weiss dass der Zufall im Regen mächtiger wird. Zudem ist bei Red Bull wieder das Gespenst der Lichtmaschine umgegangen und hat im letzten Rennen den Ausfall Webbers herbeigeführt. Auch scheint Hamilton gegenwärtig der Schnellste zu sein, so dass ein Start-Ziel-Sieg unwahrscheinlich erscheint. Kurzum: Die Spannung vor dem Qualifying könnte nicht größer sein. Das Training verspricht erst einmal einen guten Ausgang. Vettel wurde zweimal Zweiter hinter Lewis Hamilton, Alsono jeweils nur Fünfter. Das würde reichen.

Angriff ist die beste Verteidigung

Alonso gibt sich weiter optimistisch und das ist auch gut. Denn es war zwar kein Samurai, der folgende Erkenntnis lieferte, sondern der große chinesische Kriegstheoretiker Sun Tzu, gültig ist sie aber weiterhin: Man solle dem Gegner stets einen Ausweg lassen, sonst würde er mit dem Mut der Verzweiflung kämpfen. Dann muss man ihn nur noch aus überlegener Stellung angreifen…

 

 

Kommentare

Ein Kommentar zu “„Wir sind hier, um zu attackieren“
  1. Sportfreund sagt:

    Ein weiter Weg aufs Podium für Alonso. Sieht gut aus für Seb!

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